Wenn kommunale Pflichtaufgaben zur Überforderung werden
- Lehmitz
- vor 1 Tag
- 1 Min. Lesezeit

Viele Städte und Gemeinden in Deutschland stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Schwimmbäder, Bibliotheken oder Spielplätze gelten als „freiwillige Leistungen“ – und genau dort wird zuerst gespart. Doch inzwischen geraten selbst klassische Pflichtaufgaben wie Schulen oder Feuerwehrhäuser zur kaum lösbaren Herausforderung.
Wie dramatisch die Lage inzwischen ist, zeigt ein Beitrag des Deutschlandfunks am Beispiel der Kleinstadt Schwaan in Mecklenburg-Vorpommern. Bürgermeister Matthias Schauer schildert, warum selbst dringend notwendige Neubauten für Schule und Feuerwehr kaum noch zu finanzieren sind: Baukosten explodieren, Sozialausgaben steigen, während die Einnahmen nicht Schritt halten. Die Folge ist eine wachsende Schere zwischen dem, was Kommunen leisten müssen, und dem, was sie sich tatsächlich leisten können.
Der Beitrag macht deutlich, dass es hier nicht um Missmanagement geht, sondern um ein grundlegendes strukturelles Problem. Wenn rund 80 Prozent der Ausgaben einer Kommune kaum beeinflussbar sind und gleichzeitig Pflichtaufgaben erfüllt werden müssen, geraten selbst gut geführte Städte in eine dauerhafte Schieflage.
Wer verstehen möchte, warum so viele Kommunen in Deutschland heute am Limit arbeiten, sollte diesen Audiobeitrag unbedingt hören. Er gibt der abstrakten Debatte ein konkretes Gesicht – und zeigt, wie dringend neue Lösungen für die Finanzierung unserer Städte und Gemeinden gebraucht werden.
🎧 Jetzt anhören:
Dlf Audiothek (Deutschlandradio) - Schauer, Mathias / Meschkat, Sonja - 15. 01.2026, 14:11 Uhr


