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Doppik 2.0 – Vom Haushaltsrecht zur gelebten Haushaltssteuerung

  • vor 2 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Die Doppik war von Anfang an mehr als Buchhaltung gedacht. Doppik 2.0 beschreibt, wie dieser ursprüngliche Gedanke konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden kann.

Mit der Einführung der kommunalen Doppik wurde das Haushalts- und Rechnungswesen grundlegend reformiert. Die produktorientierte Haushaltsplanung und die ergebnisorientierte Steuerung sind in den kommunalen Haushaltsgesetzen und den Konzepten des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF/NKHR) bereits angelegt. Dennoch beschränkt sich die Doppik in vielen Kommunen bis heute weitgehend auf ihre Funktion als Buchhaltungs- und Rechnungslegungssystem.


Zwischen den politischen Zielen einer Kommune, den Maßnahmen der Verwaltung und der Haushaltsplanung besteht häufig kein durchgängiger Zusammenhang. Strategische Ziele werden beschlossen, Haushaltsmittel veranschlagt und Maßnahmen umgesetzt – doch die Verknüpfung dieser Ebenen bleibt oftmals lückenhaft. Dadurch fällt es schwer, Prioritäten transparent abzuleiten, Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und den Erfolg kommunalen Handelns systematisch zu bewerten.


Doppik 2.0 versteht sich deshalb nicht als neues Haushaltsmodell, sondern als konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Doppik.


Der Ansatz greift die ursprünglichen Ziele der Reform auf und entwickelt sie praxisorientiert weiter. Im Mittelpunkt steht die konsequente Übersetzung politischer Ziele in operative Ziele, konkrete Maßnahmen und die dazugehörigen Haushaltsansätze. Maßnahmen werden geplant, budgetiert, gesteuert und hinsichtlich ihrer Zielerreichung bewertet. So entsteht ein durchgängiger Zusammenhang zwischen politischen Entscheidungen, Verwaltungshandeln und Haushaltssteuerung.


Doppik 2.0 bedeutet daher keine neue Buchführung und kein neues Haushaltsrecht. Es beschreibt vielmehr ein Grundverständnis, wie die vorhandenen Instrumente der kommunalen Doppik konsequent für eine ziel-, maßnahmen- und ergebnisorientierte Steuerung genutzt werden können.


Erst wenn politische Ziele, Maßnahmen und Haushaltsmittel systematisch miteinander verknüpft werden, entfaltet die Doppik ihr volles Potenzial als modernes Führungs- und Steuerungsinstrument.

 
 
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